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Townbuddy.net

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[Trigami-Review]
388-1355-townbuddy_4.jpgHeute geht es um Townbuddy.net. Townbuddy ist ein neues Social Network. Social Networks, übersetzt soziale Netzwerke sind Dienste die Verbindungen zwischen Leuten aufzeigen sollen. Social Networks gibt es in verschiedene Arten, vom Business Netzwerk, zum Computerspielernetzwerk und jetzt auch Townbuddy als Nachbarschaftsnetzwerk.

Die Macher sehen Townbuddy als Nachbarschaftsnetzwerk, hier soll ich, anstatt auf dem Placeblog der Gemeinde Kröpelin, den neueste Klatsch und Tratsch erfahren können, dass macht mich natürlich neugierig. Mittels dieser Webseite soll man Gleichgesinnte für Freizeitaktivitäten finden, man kann einen kleinen Flohmarkt betreiben und einfach Freundschaften pflegen.
Klingt an sich sehr gut, das Prinzip gefällt und es ich bin erstmal soweit überzeugt, dass ich mich anmelden würde.

Ok die Anmeldung, ist ganz unkompliziert, ein paar persönliche Daten (Name, Adresse), aha Geburtsdatum muss nicht eingegeben und dann der Erste Punkt der mir suspekt ist:

Ich akzeptiere die AGBs und die Nutzung der Datendurch unsere Sponsoren

Erstmal, dass fehlende Leerzeichen und dann der Fakt ansich. Ein Blick in die AGBs schafft erstmal Erleichterung, den wie der Schreiber vom 2-Blog auch schon feststellte, sagt Punkt 5 der AGBs folgendes aus:

„Ihre personenbezogenen Daten werden nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Sie können Ihre Einwilligung (sofern diese erteilt wurde) jederzeit widerrufen. Bei Widerruf oder Nicht-Einwilligung bleibt Ihre Teilnahme an Townbuddy.net natürlich unberührt.“

Den Passus „sofern diese erteilt wurde“ finde ich spannend, weil ich bei der Anmeldung dem zustimmen muss, ansonsten kann ich mich nicht anmelden. Komisch.

Ok, ich bin drin, keine Validierung meiner Emailadresse nichts, nur ein kleines Spamschutzcaptcha.

Gut nachdem ich mich angemeldet habe und mir notiert habe, dieser Einwilligung zu widerrufen, zeigt mir der erste Blick eine paar Sachen, die ich gleich haben kann, kostenlose Zeitungsprobeabos, Unterhosen usw.. Gut das ignoriere ich mal.

Die Navigation links ist ganz nett und sticht durch folgenden Punkt sofort ins Auge „Meine Feinde“. Ok, ich kann ganz einfach Personen nach Nachbarn, Freunden und Feinden definieren. Ein Social Netzwerk für Leute die ich nicht leiden kann, ist doch mal eine gute Idee, so findet man wirklich Gleichgesinnte, man kann sich zum fröhlichen Ablästern treffen und hat immer ein Gesprächsthema.

Ein Klick auf „Meine Nachbarn“, zeigt den Punkt Nachbarn von mir, mit einer „1“ dahinter, also ich bin nicht alleine, Entschuldigung leider doch, der eine Nachbar von mir, bin ich selber, also quasi mein zweites Ich. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.

Ein Klick auf „Meine Freunde“, zeigt mir, ich habe schon einen Freund, Dieter. Ja, Dieter und ich wir zwei beide waren schon immer so Dicke, also ich könnte euch da Geschichten erzählen…. nur leider kenne ich Dieter nicht. Na ja der Name „Dieter der Hausmeister“ und die eingetragene URL lässt mal erahnen, das Dieter wohl was mit Townbuddy zu tun hat. Verwirren tut mich nur das Bild der älteren Herren und dann dazu das Geburtsdatum 01.01.2008.
Positiv, ich kann meine Freundschaft zu Dieter gleich kündigen, was ich auch mal machen werde, weil ich kenne Dieter nicht und vielleicht hat Dieter Feinde und ich werde somit automatisch zu deren Feind. Sorry Dieter, aber sicher ist sicher!

Ein Klick auf „Meine Feinde“ zeigt, aha Feinde habe ich nicht. Hoffentlich nimmt Dieter es mir nicht übel, das ich seine Freundschaft gekündigt habe.

Ok, jetzt mal im Ernst, Nachbarschaftsnetzwerk, also wo sind meine Nachbarn. Ok in Kröpelin bin ich wohl der Einzige. Aber in Biendorf, Körchow, Bad Doberan, Wittenbeck und Kühlungsborn gibt es schon ein paar Leute, was mich wirklich positiv überrascht. Mist und die sind alle noch mit Dieter befreundet, hoffentlich hetzt er jetzt meine Nachbarn nicht gegen mich auf.

Gut das es ja ein paar Nachbarn gibt, sollte man sich die weiteren Funktionen anschauen. Die Flohmarkt Funktion, sehr sinnvoll Artikel verkaufen, ohne das irgendwelche Auktionshäuser und die Post daran verdienen. Ein kurzer Test und Wahnsinn, schnell und einfach einen Artikel eingegeben. Das gefällt mir wirklich.

Weiterhin kann ich noch Tipps geben und Fotos hochladen. Beides gestaltet sich wirklich sehr einfach. Da könne manche Netzwerke sich was von abschneiden.

Ok, es hieß ja, ich kann hier den neuesten Klatsch und Tratsch erfahren, aber wie und wo?

Also es gibt Gruppen, zeitweise 212 Gruppen, die Anzahl steigt sicherlich stetig. Es lässt sich für mich nicht erkennen nach welchen Sinn hier Gruppen angelegt worden sind. Also mal eine Zufällige ausgewählt, „The Piercing Group“, wie der Name schon sagt scheint es um Piercings zu gehen, zumindestens sehe ich gleich ein paar gepiercte Geschlechtsorgane. Wenn ich mich recht erinnere, war das Geburtsdatum bei der Anmeldung nicht Pflicht, also können Kinder sich hier anmelden und dann diese Inhalte sehen, nicht ganz so schön. Finde ich sehr komisch und bedenklich.

Es gibt viele weitere Gruppen, alle meist mit einem Mitglied, dem Gründer.

Auf der weiteren Suche nach Klatsch und Tratsch habe ich die Neuigkeitenseite entdeckt. Die Seite heißt

Townbuddy – Neuigkeiten aus deiner Nachbarschaft

und mich erwarten 133320 Neuigkeiten (!!!!), ich bin überwältig und überlege, wir ich dieser Datenflut her werden soll.
Leider sind die Neuigkeiten nicht so informativ wie ich gehofft habe, es geht nur darum, wer neu eingezogen ist, wer Online ist und wer einen neuen Freund hat. Außerdem empfinde ich persönlich als Mecklenburger, Leute aus Bayer nicht unbedingt als Nachbarn. Klar sind mir Gedanken, das die Welt ein Dorf ist nicht fremd, aber hier besteht deutlicher Nachholbedarf.

Gut genug getestet, an sich ist ein Social Network dieser Art eine feine Sache und man kann definitiv, wie gesehen, Spaß haben und es für seine Zwecke nutzen (Flohmarkt!).

Aber wenn man es kritisch betrachtet, sollte man immer nach den Nutzen des Betreibers fragen und den habe ich hier noch nicht gesehen, klar es lassen sich vielleicht ein paar Euros mit den nach den Anmeldungen zu abonnierenden Zeitungen gewinnen, aber das kann nicht alles sein.
Die Einwilligung zur Nutzung der Daten durch die Sponsoren ist mir suspekt, ich kann mir nicht vorstellen das Zeitungsverlage deshalb hier sponsern, weil hier ein paar Probeabos verkauft werden können.

Ein Blick in das Impressum zeigt das hinter Townbuddy eine juristische Firma in Gründung steck. Geschäftsführer ist Abdulla Saleh, welcher ein nicht so unbeschriebenes Blatt zu sein scheint, wenn man diesen Beiträgen glauben schenken kann:

Ich könnte die Liste so fortsetzen.

Weitere Meinungen zu Townbuddy könnt ihr hier finden:

Fazit:

Ich bin im Zwiespalt, an sich ein schöner Dienst, aber ich empfinde meine Daten sind hier nicht gut aufgehoben, das sollte aber jeder für sich selber entscheiden. Zahlreiche Sachen, die ich bei diesem Test komisch fand, bestärken meiner Meinung bezüglich eventueller Unseriösitäten. Schade nur, dass ich meine Daten ohne Hintergedanken eingegeben habe.

Autor: Thomas Gutteck

Thomas Gutteck. Verheiratet - 2 Kinder. Familienoberhaupt über die Bande und den Hund.

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